Die Kamera sieht mehr als Ihre Besucher: Kabel, Wasserflaschen, dunkle Ecken, flackernde Monitore. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Ihren Stand in wenigen Schritten fotoreif machen und welche Fehler sich später nicht mehr retuschieren lassen.
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Wer den ganzen Tag am Stand steht, sieht ihn irgendwann nicht mehr. Die Jacke über dem Stuhl, der Karton hinter der Theke, die halbvolle Wasserflasche neben dem Exponat: Vor Ort fällt das kaum auf. Auf einem Foto ist es das Erste, was ins Auge springt, und auf der Website bleibt es jahrelang sichtbar.
Dazu kommt die Optik. Standansichten entstehen meist mit einem Weitwinkel, der den ganzen Stand zeigt und damit auch jede Ecke, die Sie nicht zeigen wollten. Vieles lässt sich nachträglich nicht retuschieren, ohne dass es künstlich wirkt. Ein aufgeräumter, gut beleuchteter Stand ist deshalb die wichtigste Vorbereitung für gute Messefotos. Sie kostet wenig Zeit, wenn sie geplant ist.
Die folgenden Abschnitte gehen die vier Bereiche der Reihe nach durch: Licht, Monitore, Logo und Ordnung. Am Ende steht eine kurze Runde, die Ihr Team jeden Morgen vor Einlass abarbeiten kann. Drucken Sie sie aus und legen Sie sie in die Standkiste, dann muss niemand daran denken.
Messehallen sind für Besucher beleuchtet, nicht für Kameras. Das Hallenlicht kommt von oben, ist oft kühl und je nach Halle ungleichmäßig. Ihr Standlicht entscheidet darüber, ob der Stand auf Fotos einladend oder grau wirkt.
Ob das Hallenlicht vor Einlass schon voll brennt, ist von Messe zu Messe verschieden. Fragen Sie im Zweifel beim Hallenmanagement nach oder prüfen Sie das Ausstellerhandbuch.
Bildschirme sind auf Messefotos oft die größte Fläche und zugleich die größte Fehlerquelle. Ein Video mit schnellen Schnitten wird auf dem Foto zu einem zufälligen Standbild, manchmal zu einer schwarzen Überblendung.
Flimmern, Streifen und Moiré auf LED-Wänden sind ein eigenes Thema. Mehr dazu im Ratgeber Monitore und LED-Wände fotografieren.
Ein Messefoto soll ohne Bildunterschrift zeigen, wessen Stand das ist. Das klappt nur, wenn das Logo aus der Richtung sichtbar ist, aus der die meisten Aufnahmen entstehen, also meist vom Hauptgang aus.
Denken Sie auch an die Rückseite. Bei offenen Ständen entstehen Fotos von mehreren Seiten, und eine unverkleidete Rückwand mit Kabeln wirkt schnell unfertig.
Planen Sie jeden Morgen vor Einlass zehn Minuten für eine feste Runde ein, idealerweise mit einer verantwortlichen Person. Die Reihenfolge:
Die ruhigste Gelegenheit für Standansichten ist oft der Abend des Aufbautags, wenn der Stand fertig ist und die Halle leer. Wie Sie diesen Moment nutzen, steht im Ratgeber Aufbautag nutzen.
Ein Stand bleibt nicht den ganzen Tag fotoreif, und das muss er auch nicht. Nach der Runde am Morgen entstehen die leeren Standansichten, danach geht es um Menschen, Gespräche und Produkte. Wichtig ist, dass zwischendurch niemand Taschen auf die Theke stellt und die Besprechungsecke nicht zur Ablage wird.
Für Videoaufnahmen kommen zwei Punkte hinzu. Erstens der Ton: Wenn am Stand Musik läuft, sollte sie sich für Interviews kurz leiser stellen lassen. Klären Sie vorher, wer Zugriff auf die Anlage hat. Zweitens Bewegung: Drehende Displays, Ventilatoren oder Maschinen im Betrieb wirken im Film lebendig, auf Fotos dagegen unscharf. Sagen Sie dem Team, welche Geräte für welche Aufnahme laufen sollen, dann lässt sich beides planen.
Wenn Pixer an Ihrem Stand fotografiert, stimmen wir die leeren Standansichten nach Möglichkeit vor Einlass ab und sagen kurz Bescheid, wenn etwas im Bild stört. Den Rest des Tages arbeiten wir unauffällig, ohne Ihre Gespräche zu unterbrechen. Die Pakete für Foto und Video finden Sie unter Messefotograf Deutschland.
Alle Spots, Leuchtkästen und Logos einschalten, defekte Leuchtmittel vorher tauschen.
Für Standansichten ein helles Standbild mit Logo statt eines schnellen Videos.
Aus der Hauptblickrichtung sichtbar, nicht verdeckt von Roll-ups oder Pflanzen.
Jeden Morgen vor Einlass: Taschen weg, Flächen leer, Kabel gebündelt, Glas sauber.
Der fertige Stand in der leeren Halle ergibt die ruhigsten Standansichten.
Theke und Besprechungsecke nie als Ablage nutzen.
Vor Einlass am Morgen oder am Abend des Aufbautags, wenn der Stand fertig ist. Wann Aussteller in die Halle dürfen, steht im Ausstellerhandbuch des Veranstalters.
Einzelne Kleinigkeiten ja, größere Flächen wie Kartons, Kabelsalat oder Taschen kaum, ohne dass das Bild künstlich wirkt. Zehn Minuten Aufräumen sparen viel Nachbearbeitung.
Ein ruhiges, helles Standbild mit Logo und Kernbotschaft. Für Videoaufnahmen darf später auch Bewegtbild laufen, solange es keine langen schwarzen Passagen hat.
Nein. Wichtig sind die Standansichten am Morgen. Danach stehen Menschen und Gespräche im Mittelpunkt. Theke und Besprechungsecke sollten aber nie als Ablage dienen.
Vor allem den Ton. Musik am Stand sollte sich für Interviews leiser stellen lassen, und für Gespräche vor der Kamera braucht es eine ruhige Ecke. Klären Sie vorab, wer die Anlage bedient.
Am besten eine feste Person pro Tag, die die 10-Minuten-Runde übernimmt und Ansprechpartner für Fotograf und Videograf ist.
Ein vorbereiteter Stand macht aus zwei Stunden Fotografie deutlich mehr verwendbare Bilder. Fragen Sie Ihren Messetermin an, wir stimmen den Ablauf vorab mit Ihnen ab.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. In Messewochen ist WhatsApp am schnellsten.