Eine Keynote dauert eine Stunde, wirken soll sie noch Monate: als Mitschnitt für Teilnehmer, als Clip für LinkedIn, als Highlight-Film für die nächste Ausgabe. Dieser Ratgeber zeigt, wie Kameras, Ton, Folien und Rechte zusammenspielen.
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Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem ersten Kabel: Was soll am Ende herauskommen? Davon hängen Kamerazahl, Tonweg und Schnittaufwand ab. Typische Fassungen sind:
Schreiben Sie diese Liste in das Briefing, zusammen mit Programm, Räumen und Zeiten. Dann kann das Produktionsteam planen, welche Vorträge vollständig aufgezeichnet werden und wo Ausschnitte für Clips und Highlight-Film genügen. Bei parallelen Sessions in mehreren Sälen ist diese Auswahl besonders wichtig, weil nicht jeder Raum ein eigenes Kamerateam braucht. Sollen Zentrale, Partner oder Tochtergesellschaften im Ausland die Vorträge sehen, gehören auch die benötigten Sprachen ins Briefing.
| Setup | Geeignet für | Grenzen |
|---|---|---|
| 1 Kamera | Archivmitschnitt eines einzelnen Vortrags | kaum Schnitt möglich, wirkt schnell statisch |
| 2 Kameras | Keynotes und Fachvorträge: Totale plus Nahaufnahme des Sprechers | Publikum und Reaktionen fehlen |
| 3 Kameras | Panels, Diskussionen, Highlight-Film: zusätzlich Publikum, zweiter Sprecher oder Seitenwinkel | mehr Aufwand bei Aufbau und Schnitt |
Die Totale steht meist mittig hinten und erhöht, damit keine Köpfe aus dem Publikum ins Bild ragen. Die Nahaufnahme kommt seitlich versetzt, sodass der Sprecher leicht zur Kamera blickt. Klären Sie die Positionen mit dem Veranstaltungsort: Kameras dürfen keine Sichtachsen des Publikums verdecken, Kabelwege und Fluchtwege bleiben frei.
Auf Messebühnen und in kleineren Foren gilt dasselbe Prinzip, nur auf engerem Raum. Dort steht die Totale oft seitlich am Gang, und die Nahaufnahme braucht eine längere Brennweite, damit die Kamera nicht mitten im Publikum steht.
Ein Sonderthema sind LED-Wände und Projektionen hinter der Bühne. Sie sind oft deutlich heller als der Sprecher und können im Bild flimmern. Hinweise dazu im Ratgeber Monitore und LED-Wände fotografieren.
Zuschauer verzeihen ein etwas unruhiges Bild, aber keinen schlechten Ton. Bei Kongressen hat sich dieses Vorgehen bewährt:
Vereinbaren Sie einen Termin mit der Tontechnik am Vortag oder vor Beginn, um Anschlüsse und Pegel zu testen. Ohne diesen Test fällt ein Problem oft erst im Schnitt auf, und dann ist es zu spät.
Folien sind im Kamerabild oft kaum lesbar. Besser ist es, das Signal des Präsentationsrechners mitzuschneiden oder die Folien als Datei zu erhalten und im Schnitt einzusetzen. Sprechen Sie das früh mit den Referenten ab, denn manche Folien enthalten vertrauliche Zahlen oder Bilder Dritter, die nicht veröffentlicht werden dürfen.
Für die Veröffentlichung brauchen Sie die Zustimmung der Sprecher, am besten schon in der Referentenvereinbarung, mit klaren Angaben zu Kanälen und Dauer. Teilnehmer sollten bei der Anmeldung und am Eingang erfahren, dass aufgezeichnet wird. Wer eine Frage stellt, gehört danach zum Mitschnitt, auch darauf sollte die Moderation hinweisen. Bieten Sie Teilnehmern, die nicht im Bild sein möchten, gekennzeichnete Plätze außerhalb des Kamerabereichs an. Mehr zu Einwilligungen im Ratgeber Einwilligung für Interviews auf der Messe.
Musik in Pausen oder beim Auftritt der Sprecher ist häufig nicht für Online-Veröffentlichungen lizenziert. Schneiden Sie sie heraus oder ersetzen Sie sie im Schnitt.
Nicht jede Fassung braucht denselben Aufwand und dieselbe Eile. Eine sinnvolle Reihenfolge:
Wenn Sie zusätzlich live übertragen möchten, planen Sie das als eigenes Gewerk mit eigener Leitung, Regie und Probelauf, denn ein Livestream verändert Kamerapositionen, Personal und Ablauf. Die Aufzeichnung für die spätere Nutzung bleibt davon unabhängig wichtig. Hinweise zur Übertragung gibt der Ratgeber Livestream vom Messestand.
Pixer zeichnet Kongresse, Keynotes und Bühnenprogramme mit mehreren Kameras auf, auch auf Messebühnen. Den Highlight-Film und die ersten Clips liefern wir innerhalb von 24 Stunden nach Veranstaltungsende, Untertitel sind in Englisch, Deutsch, Arabisch und Persisch möglich. Wie die Langfassungen geschnitten und geliefert werden, legen wir vorab im Angebot fest.
Mitschnitt, Highlight-Film, Clips: Das gewünschte Ergebnis bestimmt Kameras und Aufwand.
Totale plus Nahaufnahme. Für Panels und Highlight-Filme eine dritte Kamera.
Das Mischpultsignal direkt aufzeichnen und eine zweite Tonquelle als Sicherung mitlaufen lassen.
Präsentationssignal mitschneiden oder Folien als Datei einsetzen, statt die Leinwand abzufilmen.
Zustimmung der Sprecher, Hinweis an Teilnehmer, keine unlizenzierte Musik.
Highlight-Film und Clips innerhalb von 24 Stunden, Langfassungen danach.
Für Keynotes und Fachvorträge reichen meist zwei: eine Totale und eine Nahaufnahme des Sprechers. Für Panels, Diskussionen und einen Highlight-Film lohnt eine dritte Kamera für Publikum und zweiten Blickwinkel.
Ja, das ist der beste Weg. Das Signal vom Mischpult wird direkt aufgezeichnet. Klären Sie Anschlüsse und Pegel vorab mit der Tontechnik und planen Sie eine zweite Tonquelle als Sicherung.
Am saubersten über das Signal des Präsentationsrechners oder über die Foliendatei, die im Schnitt eingesetzt wird. Abgefilmte Leinwände sind oft zu hell oder unscharf.
Für die Veröffentlichung ja. Regeln Sie Aufzeichnung, Kanäle und Dauer am besten schon in der Referentenvereinbarung und stimmen Sie vertrauliche Folien vorher ab.
Highlight-Film und erste Clips liefert Pixer innerhalb von 24 Stunden nach Veranstaltungsende. Für die vollständigen Mitschnitte legen wir den Zeitplan vorab im Angebot fest, abhängig von Zahl und Länge der Vorträge.
Das ist ein eigenes Gewerk mit stabiler Leitung, Regie und Probelauf. Planen Sie es früh mit dem Veranstaltungsort und dem zuständigen Technikdienstleister, denn es verändert Kamerapositionen und Ablauf.
Sie planen einen Kongress, eine Keynote oder ein Bühnenprogramm auf der Messe? Schicken Sie uns Programm, Räume und gewünschte Fassungen, wir schlagen ein passendes Kamera- und Ton-Setup vor.
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