Am Stand duftet es, die Proben sind frisch, Besucher greifen zu. Auf Fotos wirken dieselben Produkte unter Hallenlicht schnell grau und müde. Dieser Ratgeber zeigt, wie Lebensmittel und Getränke auf Messefotos appetitlich bleiben und was Hygiene dabei bedeutet.
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Food-Fotografie ist schon im Studio anspruchsvoll. Auf einer Messe kommen weitere Hürden hinzu:
Gute Lebensmittelfotos auf der Messe entstehen deshalb nicht nebenbei, sondern mit einem kleinen Plan, der Küche, Standpersonal und Fotograf verbindet.
Diese Motivliste deckt die meisten Zwecke ab, von der Website bis zum Gespräch mit Einkäufern:
Für Detailaufnahmen einzelner Produkte gelten viele Regeln aus unserem Ratgeber Produktfotos am Messestand.
Wo Lebensmittel ausgegeben werden, gelten Hygieneregeln, und die gelten auch für alle, die am Stand fotografieren. Die genauen Anforderungen für Verkostungen und Ausgabe stehen im Ausstellerhandbuch der Messe und in den Vorgaben der örtlichen Lebensmittelüberwachung. Prüfen Sie beide vor der Messe.
Für die Fotoarbeit haben sich diese Grundsätze bewährt:
Für Aussteller aus dem Ausland lohnt sich ein genauer Blick: Die Vorgaben in Deutschland können sich von denen im Heimatmarkt unterscheiden, etwa bei der Kennzeichnung von Proben oder bei der Ausgabe offener Lebensmittel. Wer das vor der Anreise klärt, vermeidet Diskussionen am ersten Messetag und Fotos, die später nicht verwendet werden können.
Das wichtigste Werkzeug für gute Lebensmittelfotos auf der Messe ist Frische. Bitten Sie Ihre Küche, für die Fotos einige Teller eigens anzurichten, und legen Sie den Zeitpunkt fest, am besten vor Messeöffnung oder in einer ruhigen Phase.
Seitliches, weiches Licht bringt Struktur und Glanz. Wir arbeiten dafür mit einer kleinen Leuchte oder einem indirekten Blitz und vermeiden hartes Licht von vorn. Achten Sie beim Standbau auf Spots mit warmer, einheitlicher Lichtfarbe über der Theke. Kaltes oder gemischtes Licht lässt Speisen fahl aussehen.
Bei Wein, Spirituosen und Softdrinks spiegeln Gläser und Flaschen jede Lichtquelle. Etiketten zeigen zur Kamera, Gläser sind fleckenfrei und gleich hoch gefüllt. Auf Messen wie der ProWein in Düsseldorf lohnt es sich, dafür einen festen Platz mit ruhigem Hintergrund am Stand einzuplanen.
So lässt sich ein Fototag am Lebensmittelstand gliedern, ohne Küche und Verkostung zu stören. Die Uhrzeiten richten sich nach den Öffnungszeiten Ihrer Messe.
| Phase | Motive | Wer hilft |
|---|---|---|
| Vor Messeöffnung | Produkt als Held, Sortiment, Standübersicht | Küche richtet Fotoproben an |
| Erste Stunde | Teamfoto, Zubereitung | Standleitung stellt das Team zusammen |
| Vormittag bis Mittag | Verkostungen, Besucher an der Theke | Standpersonal gibt Proben aus |
| Nachmittag | Gespräche mit Einkäufern, Getränke | Vertrieb nennt wichtige Termine |
Klären Sie vorher, wer aus Ihrem Team für den Fotografen zuständig ist. Diese Person weiß, wann ein wichtiger Einkäufer kommt, kann die Küche um frische Teller bitten und entscheidet, welche Gespräche fotografiert werden dürfen und welche nicht.
Lebensmittel leben von Bewegung: Einschenken, Brutzeln, Dampf, das Aufschneiden eines Produkts. Solche Momente sind ideal für kurze vertikale Clips. Drei bis fünf Sekunden pro Einstellung reichen, dazu ein klarer Einstieg in der ersten Sekunde. Mehr dazu im Ratgeber Vertikale Clips von der Messe.
Auf großen Lebensmittelmessen wie der Anuga in Köln ist der Stand zu Spitzenzeiten dicht belagert. Planen Sie die Food-Motive deshalb für den Morgen und die Gesprächs- und Verkostungsbilder für die belebten Stunden. Pixer liefert Fotos und Videos innerhalb von 24 Stunden nach Messeende, erste Fotos meist am selben Tag, sodass Sie Ihre Produkte noch während der Messe auf LinkedIn und Instagram zeigen können.
Einige Teller eigens für Fotos anrichten, frisch und in kleinen Portionen.
Handschuhe und Haarschutz müssen auf Fotos einwandfrei aussehen.
Verkostungen vor oder nach dem Probieren fotografieren, nie währenddessen.
Seitliches Licht bringt Glanz, kaltes Hallenlicht macht Speisen fahl.
Etiketten zur Kamera, Gläser fleckenfrei und gleich gefüllt.
Einschenken, Dampf und Zubereitung sind ideale Motive für vertikale Clips.
Das regeln das Ausstellerhandbuch der Messe und die örtliche Lebensmittelüberwachung. Prüfen Sie beide vor der Messe. Für die Fotoarbeit gilt: Der Fotograf fasst keine Lebensmittel an, Ausrüstung bleibt von Theken und Arbeitsflächen fern.
Fotografieren Sie Besucher vor oder nach dem Probieren und holen Sie bei erkennbaren Personen, die Sie gezielt zeigen möchten, eine Einwilligung ein. Kauende Menschen wirken auf Fotos nie gut.
Nicht lange. Unter Spots trocknen Speisen schnell aus. Richten Sie Fotoproben direkt vor der Aufnahme an und ersetzen Sie sie bei Bedarf.
Besser nicht. Teller, die länger unter Licht standen oder umgestellt wurden, sollten nach den Fotos nicht mehr ausgegeben werden.
Vor Messeöffnung oder in einer ruhigen Phase, wenn die Küche frisch anrichten kann. Verkostungen und Gespräche fotografieren Sie am besten in den belebten Stunden.
Sie stellen Lebensmittel oder Getränke aus? Schicken Sie uns Messe, Stand und Verkostungszeiten, wir planen die Aufnahmen mit Ihrer Küche.
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