Der Messestand ist kein Studio, aber er zeigt Produkte im Einsatz und im Markenumfeld. Dieser Ratgeber erklärt, welche Produktmotive am Stand sinnvoll sind, wie Sie mit Hallenlicht und Spiegelungen umgehen und was vorbereitet sein sollte.
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Viele Aussteller erwarten von Produktfotos auf der Messe dasselbe wie aus dem Studio: freigestellte Produkte auf weißem Grund, perfekt ausgeleuchtet. Das ist am Stand kaum möglich und selten sinnvoll. Hallenlicht mit gemischten Farbtemperaturen, Spots, spiegelnde Oberflächen, wenig Platz und ständig Besucher im Hintergrund machen Katalogfotos schwierig.
Der Messestand kann dafür etwas, was das Studio nicht kann: Er zeigt das Produkt im Einsatz, im Markenumfeld und mit Menschen. Genau diese Bilder fehlen in den meisten Bildarchiven. Teilen Sie Ihre Produktfotos deshalb gedanklich in zwei Gruppen:
Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit der zweiten Gruppe.
Pro Produkt, das auf der Messe im Mittelpunkt steht, hat sich eine kleine Serie bewährt. Sie deckt fast alle späteren Verwendungen ab:
Für ein Hauptprodukt sind das sechs Motive, für Nebenprodukte reichen Übersicht und Detail. Legen Sie vorher fest, welche Produkte Priorität haben. Sonst verteilt sich die Zeit gleichmäßig über das ganze Sortiment, und für die Neuheit bleibt am Ende zu wenig.
Eine einfache Liste hilft: Produktname, Priorität, gewünschte Motive und der Ort am Stand, an dem das Produkt steht. Wenn ein Produkt nur zu bestimmten Zeiten vorgeführt wird, gehört die Uhrzeit dazu. Der Fotograf kann dann seinen Tag so planen, dass er zur Vorführung am richtigen Platz steht, statt sie zufällig zu verpassen. Wie eine solche Liste aufgebaut ist, zeigt der Ratgeber Shotlist für die Messe erstellen.
Das Licht in Messehallen ist für Menschen gemacht, nicht für Kameras. Typische Schwierigkeiten und wie man damit umgeht:
Weil Zusatzlicht am Stand während des Betriebs stört, fotografieren wir die ruhigen Produktmotive am liebsten vor Einlass. Produkte im Einsatz und im Gespräch folgen dann bei vorhandenem Licht, wenn der Stand voll ist.
Ein gutes Produktfoto scheitert oft an Kleinigkeiten, die niemand am Stand bemerkt. Bereiten Sie deshalb vor:
Mit geringer Schärfentiefe lässt sich ein unruhiger Hintergrund zusätzlich beruhigen. Das Produkt bleibt scharf, die Halle dahinter wird weich. Bei großen Exponaten wie Maschinen oder Fahrzeugen gelten andere Regeln, dazu gibt es einen eigenen Ratgeber zu Maschinen und Anlagen.
Ein Produktfoto von der Messe wird selten nur einmal genutzt. Denken Sie beim Fotografieren an die späteren Formate:
Wer mit etwas Luft um das Produkt fotografiert, kann später alle drei Formate aus einem Bild schneiden. Eng beschnittene Aufnahmen funktionieren dagegen nur in einem Format. Für Vertriebspräsentationen und Produktübersichten lohnt sich außerdem eine Serie mit einheitlichem Hintergrund und gleicher Perspektive, damit mehrere Produkte nebeneinander ruhig und zusammengehörig wirken.
Bei Pixer entstehen Produktmotive als Teil der Messepakete, zusammen mit Stand, Team und Gesprächen. Wenn Sie zusätzlich freigestellte Studiofotos brauchen, planen wir das als eigenen Termin. Alle Bilder werden innerhalb von 24 Stunden nach Messeende geliefert, mit zwei Korrekturschleifen und unbegrenzten Nutzungsrechten.
Am Stand entstehen Produkte im Einsatz und im Markenumfeld, keine Studiofotos.
Übersicht, Dreiviertel, Detail, in der Hand, im Einsatz, im Gespräch.
Gemischte Farben ausgleichen, Spots weich machen, Spiegelungen per Winkel vermeiden.
Ruhige Produktmotive mit Zusatzlicht entstehen am besten vor Öffnung.
Unberührte Exemplare, Mikrofasertuch, Preisschilder und Folien entfernen.
Mit Raum um das Produkt fotografieren, damit alle Formate möglich bleiben.
Nur eingeschränkt. Freigestellte Produktfotos auf weißem Grund entstehen besser in Ruhe vor oder nach der Messe. Am Stand entstehen Bilder im Kontext, die im Shop als Stimmungsbilder gut funktionieren.
Das hängt von den Produkten ab. Für ein bis zwei Hauptprodukte mit voller Serie und einige Nebenprodukte mit Übersicht und Detail reicht die Zeit meist, wenn die Muster vorbereitet sind.
Für ruhige Aufnahmen vor Einlass ja, ein kleines Zusatzlicht verbessert die Ergebnisse deutlich. Während des Betriebs arbeiten wir mit vorhandenem Licht, um Besucher nicht zu stören.
Bildschirme sollten echte Anwendungen zeigen und in der Helligkeit angepasst sein. Flimmern und Streifen lassen sich durch passende Belichtungszeiten vermeiden.
Ja. Die Nutzungsrechte sind unbegrenzt, Sie können die Bilder also an Händler, Partner und Importeure im In- und Ausland weitergeben, ohne zusätzliche Lizenzen zu klären.
Wenn die Verpackung im Handel sichtbar ist, ja. Eine ungeöffnete, unbeschädigte Verpackung neben dem Produkt ist für Händler und Presse oft genauso wichtig wie das Produkt selbst.
Farben und Helligkeit werden angeglichen, Staub und kleine Kratzer entfernt. Form, Farbe und Eigenschaften des Produkts verändern wir nicht.
Wir fotografieren Ihre Produkte im Markenumfeld und im Einsatz, zusammen mit Stand und Team, und liefern innerhalb von 24 Stunden nach Messeende.
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