Broschüren, Flyer und Kataloge sind der Teil des Messeauftritts, den Sie am schnellsten ändern können. Dieser Ratgeber zeigt, was sich digital ersetzen lässt, was weiterhin gedruckt werden sollte und wie Messefotos und Video die Aufgabe des Papiers übernehmen.
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Wer seinen Messeauftritt nachhaltiger gestalten will, denkt zuerst an die großen Posten: Standbau, Reisen, Energie. Diese Entscheidungen fallen Monate vorher und betreffen viele Beteiligte. Bei Drucksachen ist das anders. Sie entscheiden selbst, können von Messe zu Messe etwas ändern und sehen schnell, was tatsächlich genutzt wird.
Wer am letzten Messeabend einen Stand abgebaut hat, kennt die Kartons mit Broschüren, die zurück ins Lager oder direkt ins Altpapier gehen. Flyer mit dem Sortiment vom Vorjahr, Preislisten, die schon zur Eröffnung veraltet waren, Kataloge, die kein Besucher mit drei weiteren Hallen vor sich tragen möchte. Vieles wird gedruckt, weil es immer gedruckt wurde.
Digitales Material spart nicht nur Papier. Es lässt sich aktualisieren, in der passenden Sprache verschicken, im Unternehmen des Kunden weiterleiten und auswerten. Voraussetzung: Es ist vor der Messe fertig und funktioniert auf dem Smartphone in einer vollen Halle.
Gehen Sie die Druckbestellung der letzten Messe Zeile für Zeile durch und fragen Sie bei jedem Posten, wofür der Besucher ihn eigentlich gebraucht hat.
| Drucksache | Digitale Alternative | Weiter drucken? |
|---|---|---|
| Produktbroschüre | Produktseite oder PDF, nach dem Gespräch per E-Mail oder Messenger verschickt | Kleiner Vorrat für Besucher, die Papier wünschen |
| Flyer zum Verteilen | QR-Code an der Standwand und auf der Visitenkarte | Selten nötig |
| Gesamtkatalog | Online-Katalog oder Download-Link im Follow-up | Ein, zwei Ansichtsexemplare am Tresen |
| Preisliste | Individuelles Angebot nach der Messe | Nein, Preise ändern sich zu oft |
| Poster mit Produktdetails | Video oder Bildschleife auf dem Standbildschirm | Große Grafiken, die die Marke tragen |
| Papier-Leadbögen | Lead-App oder Badge-Scan, wenn der Veranstalter ihn anbietet | Einige Bögen als Reserve, falls die App ausfällt |
Manche Märkte und Besucher bevorzugen weiterhin Papier, und ein technisches Datenblatt auf dem Tresen kann ein Gespräch eröffnen. Ziel ist kein Stand ganz ohne Druck, sondern ein Stand, auf dem jede Drucksache einen Grund hat. Wenn Sie Leads digital erfassen, beachten Sie die Hinweise im Ratgeber Datenschutz bei Lead-Erfassung und Visitenkarten-Fotos.
Ein QR-Code ersetzt einen Flyer nur, wenn er unter Messebedingungen funktioniert. Der Mobilfunkempfang in Messehallen ist oft schwach, gerade an vollen Tagen, und Besucher warten nicht, bis eine schwere Seite geladen ist.
Internet für den Stand lässt sich meist über den Ausstellerservice des Veranstalters bestellen. Die Fristen stehen im Ausstellerhandbuch.
Ein gedruckter Katalog sollte den Besucher nach der Messe an Ihren Stand erinnern. Eine Follow-up-Nachricht mit einem Foto vom Gespräch, einem kurzen Produktclip und dem Link zur Produktseite leistet das besser, weil sie sich auf die tatsächliche Begegnung bezieht.
Planen Sie das Material dafür vor der Messe:
Entscheidend ist das Tempo. Ein Follow-up mit Bildern erreicht Besucher, solange sie sich an Sie erinnern. Das Material muss also nach Tagen fertig sein, nicht nach Wochen. Bei Pixer kommen die ersten Fotos meist noch am selben Tag, die vollständige Lieferung folgt innerhalb von 24 Stunden nach Messeende, digital, ohne Druck und Versand. Wie die Woche nach der Messe aussieht, beschreibt der Ratgeber Messe-Nachbereitung.
Der zweite Hebel ist Wiederverwendung. Standgrafiken ohne Jahreszahl und Messenamen lassen sich erneut einsetzen. Modulare Standelemente können bei der nächsten Messe wieder aufgebaut werden. Und Content, der nicht an ein Datum gebunden ist, wirkt Monate statt Tage.
Wenn Sie weniger drucken, fällt das Besuchern auf, und manche fragen nach. Beschreiben Sie, was Sie tatsächlich getan haben: „Wir drucken für die Messe keine Kataloge mehr, Datenblätter schicken wir digital in Ihrer Sprache“ ist konkret und glaubwürdig. Allgemeine Aussagen wie „klimaneutraler Stand“ brauchen Belege, und die Regeln für Umweltaussagen in der Werbung werden in der EU strenger. Stimmen Sie solche Formulierungen mit der Person ab, die in Ihrem Unternehmen Rechtsfragen betreut.
Dasselbe gilt für Fotos und Video. Zeigen Sie, was echt ist: das digitale Datenblatt auf dem Tablet, den QR-Code im Einsatz, den wiederverwendeten Stand in seiner zweiten Saison. Solche Bilder überzeugen mehr als ein grünes Logo auf dem Banner.
Jede Drucksache braucht einen Grund. Die Bestellung der letzten Messe ist der Anfang.
Eine leichte Landingpage, in der Halle getestet, mit einem zweiten Weg per E-Mail oder Messenger.
Ein Foto vom Gespräch und ein kurzer Clip erinnern besser als Papier.
Der Content muss fertig sein, solange Besucher sich an Ihren Stand erinnern.
Zeitlose Standgrafiken und zeitloser Content lassen sich wieder verwenden.
Beschreiben Sie, was Sie geändert haben, statt Aussagen zu machen, die Sie nicht belegen können.
Möglich, aber selten sinnvoll. Halten Sie einen kleinen Vorrat der wichtigsten Broschüre oder des Datenblatts für Besucher bereit, die Papier wünschen, dazu ein Ansichtsexemplar des Katalogs. Alles andere kann digital sein.
Dann bietet das Standpersonal an, das Material im Gespräch per E-Mail oder Messenger zu schicken. So haben Sie auch den Kontakt, den ein Scan allein nicht liefert.
Ja, das ist einer ihrer Vorteile. Statt mehrere Sprachfassungen vorab zu drucken, schicken Sie die Version, die der Besucher braucht. Produktnamen und technische Daten sollten in allen Sprachen identisch sein.
Produkt im Einsatz, Gespräche am Stand, das Team und einige Totalen vom gut besuchten Stand. Dazu ein 30-Sekunden-Highlight-Video für die Dankesmail.
Für Social Media am besten noch während der Messe, für Follow-ups innerhalb weniger Tage. Pixer liefert die ersten Fotos meist am Messetag und die vollständige Auswahl innerhalb von 24 Stunden nach Messeende.
Nur mit Vorsicht. Beschreiben Sie konkrete Maßnahmen wie wiederverwendbare Standelemente oder digitale Datenblätter statt allgemeiner Etiketten, und stimmen Sie Umweltaussagen vor der Veröffentlichung rechtlich ab.
Sie planen einen Messeauftritt mit weniger Druck und mehr digitalem Follow-up? Nennen Sie uns Messe, Termin und Ihre wichtigsten Produkte, dann planen wir die Bilder, die Ihr Follow-up braucht.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. In Messewochen ist WhatsApp am schnellsten.