Auf der Messe steht Ihr Team so sichtbar im Mittelpunkt wie selten sonst. Dieser Ratgeber zeigt, wie daraus Material für Karriereseite, LinkedIn und Stellenanzeigen wird: welche Motive, welche Clips, wie Sie Mitarbeitende vorbereiten und Einwilligungen regeln.
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Für Recruiting-Material brauchen Sie Menschen, die bei der Arbeit echt wirken. Auf der Messe sind genau diese Menschen an einem Ort: Vertrieb, Technik, Service, oft auch Auszubildende und Führungskräfte, gut angezogen, im Einsatz und stolz auf das, was sie zeigen. Ein eigener Drehtag im Unternehmen braucht Vorbereitung und hält Mitarbeitende von ihrer Arbeit ab. Auf der Messe ist die Kulisse schon aufgebaut.
Dazu kommt: Bewerberinnen und Bewerber schauen sich an, wie ein Unternehmen nach außen auftritt, bevor sie sich bewerben. Fotos von einem Team, das auf einer internationalen Messe Kunden berät, erzählen mehr über Arbeitsalltag und Anspruch als ein Stockfoto mit lächelnden Menschen am Laptop.
Entscheidend ist, dass Sie das Thema vor der Messe einplanen. Wer erst am Stand auf die Idee kommt, bekommt Zufallsbilder und ein gestresstes Team.
Die Messe hat noch einen zweiten Effekt: Viele Besucher sind selbst Fachleute aus Ihrer Branche. Wer am Stand ein Team erlebt, das offen und kompetent auftritt, merkt sich den Namen, auch als möglichen Arbeitgeber. Ein dezenter Hinweis am Empfangstresen, etwa ein QR-Code zur Karriereseite, verbindet beides.
Für Employer Branding brauchen Sie andere Bilder als für Vertrieb und Presse. Im Mittelpunkt stehen nicht die Produkte, sondern die Menschen und das, was sie tun:
Welche Aufstellung beim Teamfoto funktioniert und wann der richtige Zeitpunkt ist, beschreibt der Ratgeber Teamfoto auf der Messe.
Ein Recruiting-Clip von der Messe muss kein Imagefilm sein. Gut funktionieren vertikale Clips von 20 bis 40 Sekunden, in denen eine Person eine einzige Frage beantwortet. Drei Fragen reichen für eine ganze Serie:
Drehen Sie diese Clips in ruhigen Phasen: früh am Morgen, kurz vor Messeschluss oder in einer Besucherflaute. Mitten im Andrang wirkt niemand entspannt, und Sie holen Ihr Team aus dem Kundengespräch. Für den Ton braucht es ein Ansteckmikrofon, denn Hallengeräusche übertönen jede Stimme. Untertitel gehören immer dazu, weil viele Clips ohne Ton angesehen werden. Wie Interviews am Stand technisch gelingen, steht im Ratgeber Interview am Messestand. Wenn aus dem Messematerial ein längerer Film werden soll, finden Sie mehr auf unserer Seite zum Recruiting-Video.
Niemand soll sich vor der Kamera überrumpelt fühlen. Fragen Sie vor der Messe, wer mitmachen möchte, und planen Sie nur mit Freiwilligen. Geben Sie die Fragen einige Tage vorher weiter, aber keine auswendig gelernten Antworten. Stichpunkte reichen, der Rest entsteht im Gespräch.
Pixer arbeitet mit einem kleinen Team von zwei bis drei Personen, das Gespräche am Stand nicht unterbricht. Die Recruiting-Motive planen wir so, dass sie zwischen die Kundenbesuche passen.
Mitarbeiterfotos und Recruiting-Clips werden oft über Jahre genutzt. Deshalb brauchen Sie eine schriftliche Einwilligung, die klar beschreibt, wofür das Material verwendet wird: Karriereseite, Stellenanzeigen, soziale Netzwerke, Messe- und Recruiting-Material. Die Einwilligung ist freiwillig und kann widerrufen werden. Planen Sie also, was passiert, wenn jemand widerruft oder das Unternehmen verlässt. Eine gute Einwilligung nennt:
Die Regeln legt Ihre Personalabteilung mit dem Datenschutzbeauftragten fest; mehr dazu im Ratgeber Mitarbeiter auf Messefotos.
Ein praktischer Tipp: Setzen Sie in Recruiting-Material auf mehrere Personen statt auf ein einziges Gesicht. Verlässt diese Person das Unternehmen, müssen Sie nicht die ganze Kampagne austauschen.
| Kanal | Passendes Material |
|---|---|
| Karriereseite | Teamfoto, Porträts, ein Zusammenschnitt der Clips |
| Stellenanzeigen | ein Porträt aus dem jeweiligen Bereich, eine Szene in Aktion |
| LinkedIn und Instagram | einzelne Clips, verteilt über mehrere Wochen, dazu Hinter-den-Kulissen-Fotos |
| Recruiting-Messen und Hochschultage | Porträts und Clips auf dem Bildschirm am Stand |
| Interne Kommunikation | Teamfoto und Szenen für Intranet und Mitarbeiterzeitschrift |
Veröffentlichen Sie die Clips nicht alle auf einmal. Einer pro Woche hält das Thema über Monate lebendig und gibt jeder Person ihren eigenen Moment. Nennen Sie Vorname und Funktion, wenn die Person zugestimmt hat. So wird aus einem Gesicht ein Mensch, den Bewerber wiederfinden und ansprechen können.
Team, Produkte und Stand sind an einem Ort, ohne zusätzlichen Drehtag im Unternehmen.
Vor Einlass sind alle frisch und der Stand ist aufgeräumt.
Vertikale Clips von 20 bis 40 Sekunden mit Ansteckmikrofon und Untertiteln.
Fragen vorher teilen, keine auswendig gelernten Antworten, höchstens zehn Minuten pro Person.
Geplante Nutzungen nennen und regeln, was bei Widerruf oder Austritt passiert.
Recruiting-Material mit mehreren Personen planen, damit ein Austritt keine Kampagne kippt.
Nicht unbedingt. Auf der Messe sind Team, Kulisse und Produkte schon da. Für einen längeren Recruiting-Film mit Einblicken in Büro oder Produktion ist ein zusätzlicher Drehtag im Unternehmen sinnvoll.
Jede erkennbar abgebildete Person, auch eigene Mitarbeitende. Die Einwilligung sollte schriftlich sein und die geplanten Nutzungen nennen.
Das hängt von der Einwilligung und einem möglichen Widerruf ab. Planen Sie Recruiting-Material deshalb mit mehreren Personen und klären Sie die Regeln vorher mit der Personalabteilung.
Für soziale Netzwerke 20 bis 40 Sekunden: eine Person, eine Frage, mit Untertiteln. Aus mehreren Clips lässt sich später ein längerer Zusammenschnitt machen.
Nicht, wenn sie in ruhige Phasen gelegt werden. Wir arbeiten mit kleinem Team und stimmen die Zeiten mit der Standleitung ab.
Ja, über Untertitel. Wir liefern Untertitel auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch.
Sie möchten die Messe auch für Recruiting nutzen? Sagen Sie uns vorher Bescheid, dann planen wir Teamfoto, Porträts und Clips in die ruhigen Phasen ein.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. In Messewochen ist WhatsApp am schnellsten.