Ein kurzes Interview macht aus Messebildern eine Aussage. Damit es gelingt, müssen Fragen, Ton und Untertitel stimmen, und das in einer Halle, in der es selten ruhig ist. Hier ist der Ablauf, der sich am Stand bewährt hat.
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Ein Interview lohnt sich immer dann, wenn eine Person etwas sagen kann, das Bilder allein nicht zeigen: warum ein Produkt entwickelt wurde, was ein Kunde damit erreicht, warum ein Distributor gerade Ihre Marke vertritt. Auf der Messe sind diese Menschen an einem Ort, oft zum einzigen Mal im Jahr. Das macht den Stand zu einem guten Drehort, trotz Lärm und Trubel.
Typische Gesprächspartner sind die Geschäftsführung, Produktverantwortliche, Bestandskunden, Distributoren und Partner aus dem Ausland. Die Aussagen werden später im 90-Sekunden-Messefilm, in kurzen Social-Clips oder als eigenständiges Testimonial verwendet. Aus einem Interview von wenigen Minuten entstehen oft mehrere Schnittfassungen.
Für Aussteller, die aus dem Ausland anreisen, kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Europäische Kunden und Partner, die sonst schwer für einen Dreh zu gewinnen sind, stehen auf der Messe ohnehin am Stand. Ein kurzer Termin von einer Viertelstunde ist dann leichter zu vereinbaren als ein eigener Drehtag beim Kunden.
Gute Interviewfragen lassen sich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Sie beginnen leicht und werden dann konkreter. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:
Zwei Regeln machen den Schnitt einfacher. Erstens: Bitten Sie die Person, die Frage in ihrer Antwort aufzugreifen, also in ganzen Sätzen zu antworten. Die Frage selbst wird später herausgeschnitten. Zweitens: Nach jeder Antwort zwei Sekunden Stille abwarten. Oft kommt dann noch der beste Satz.
Schicken Sie die Fragen einige Tage vorher, aber keine fertigen Antworten. Auswendig gelernte Sätze klingen vor der Kamera steif.
Messehallen sind laut. Lautsprecher vom Nachbarstand, Durchsagen, Gespräche im Gang, Maschinen in Betrieb. Das Bild kann man im Schnitt noch retten, schlechten Ton kaum. Deshalb gehört der Ton an erste Stelle.
Eine kurze Probeaufnahme mit Kopfhörern zeigt sofort, ob der Hintergrund zu stark ist. Das kostet eine Minute und erspart später Ärger.
Der Hintergrund sollte zeigen, wo das Interview stattfindet: Standwand mit Logo, Produkt, belebter Stand. Er sollte aber nicht ablenken. Laufende Besucher direkt hinter dem Kopf oder ein flackernder Monitor ziehen den Blick weg vom Gesicht.
Die Person schaut in der Regel nicht in die Kamera, sondern leicht daneben zur fragenden Person. Das wirkt wie ein Gespräch und nimmt Druck. Für kurze Social-Clips kann der direkte Blick in die Kamera sinnvoll sein, das wird vorher entschieden. Das Hallenlicht ist oft flach oder farbstichig, eine kleine Leuchte seitlich vom Gesicht hilft deutlich.
Stehen ist am Stand meist natürlicher als Sitzen. Rechnen Sie pro Person mit etwa fünfzehn Minuten, inklusive Mikrofon anlegen, Probe und zwei Durchgängen.
Die meisten Interviewclips werden ohne Ton gestartet. Untertitel sind deshalb kein Extra, sondern Pflicht. Für internationale Aussteller kommt die Sprachfrage dazu: Lassen Sie jede Person in der Sprache sprechen, in der sie sich am sichersten fühlt. Ein flüssiger Satz auf Arabisch mit englischen Untertiteln wirkt besser als ein holpriger Satz auf Englisch.
Bei Pixer führen wir Interviews auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch und liefern Untertitel in diesen Sprachen. Wichtig für die Untertitel:
Für mehrere Märkte gleichzeitig lesen Sie den Ratgeber zu mehrsprachigen Untertiteln.
Wer interviewt wird, muss der Aufnahme und der geplanten Nutzung zustimmen, am besten schriftlich. Das gilt besonders für Kunden und Partner, die nicht zu Ihrem Unternehmen gehören. Eine einfache Vorlage und Hinweise für die Praxis finden Sie im Ratgeber zur Einwilligung für Interviews.
Planen Sie die Interviews mit festen Uhrzeiten, und geben Sie jeder Person eine Ansprechperson am Stand, die sie zum Drehort bringt. Kunden haben auf der Messe volle Kalender. Wer um 10:30 Uhr eingeplant ist, kommt eher als jemand, der irgendwann vorbeischauen soll. Interviews sind im Full-Day-Paket enthalten und lassen sich zusammen mit einem 90-Sekunden-Film für 190 € zu kleineren Paketen ergänzen. Mehr dazu auf der Seite Testimonial-Video.
Leicht beginnen, dann konkret werden. Antworten in ganzen Sätzen.
Ansteckmikrofon, ruhige Uhrzeit, Rücken zur Lärmquelle, kurze Probe.
Logo und Stand erkennbar, aber keine Besucher direkt hinter dem Kopf.
Jede Person spricht, wie sie sich am sichersten fühlt. Untertitel übersetzen.
Schriftliche Zustimmung, besonders von Kunden und Partnern.
Etwa fünfzehn Minuten pro Person, mit Uhrzeit und Ansprechperson am Stand.
Die Aufnahme dauert meist einige Minuten. Im fertigen Film bleiben davon oft nur zwei oder drei Sätze. Deshalb lieber wenige gute Fragen stellen als viele.
Ja, Interviews sind auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch möglich. Untertitel werden in die gewünschte Sprache übersetzt.
Uhrzeit verschieben, Standort wechseln, Person mit dem Rücken zur Lärmquelle stellen. Ein Ansteckmikrofon nimmt die Stimme deutlich lauter auf als den Hintergrund.
Nein, der Blick leicht neben die Kamera zur fragenden Person wirkt natürlicher. Für kurze Social-Clips kann der direkte Blick sinnvoll sein.
Entweder der Videograf oder jemand aus Ihrem Team. Wichtig ist, dass die Fragen vorher abgestimmt sind und die fragende Person neben der Kamera steht.
Ja. Sie erhalten den Schnitt zur Abnahme, zwei Korrekturschleifen sind enthalten. Kunden und Partner sollten ihre Aussagen vor der Veröffentlichung ebenfalls sehen.
Sie möchten Kunden oder Partner auf der Messe vor die Kamera holen? Nennen Sie uns Messe, Termin und Sprache der Interviews, wir planen den Ablauf mit Ihnen.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. In Messewochen ist WhatsApp am schnellsten.