Ein Unternehmensfilm für mehrere Märkte braucht eine Entscheidung vor dem Dreh: Untertitel, Sprecher oder beides. Dieser Ratgeber zeigt, wann welche Lösung passt, wie Sie Interviews, Texte und Grafiken vorbereiten und wie die Abnahme in mehreren Sprachen gelingt.
Es gibt drei Wege, einen Film in eine andere Sprache zu bringen. Sie unterscheiden sich in Wirkung, Aufwand und darin, wie leicht sie sich später ändern lassen:
| Weg | So funktioniert es | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Untertitel | Originalton bleibt, Text erscheint im Bild oder als Datei | Stimme und Persönlichkeit bleiben, Änderungen sind einfach | Zuschauer müssen lesen, Text verdeckt einen Teil des Bildes |
| Sprecher (Voice-over) | Ein Sprecher liest den Text in der Zielsprache | Angenehm zu hören, kein Lesen nötig | Jede Sprache braucht eine eigene Aufnahme und Mischung |
| Übersprechen von Interviews | Originalstimme leise, Übersetzung darüber | Inhalt ohne Lesen verständlich | Wirkt schnell wie ein Nachrichtenbeitrag, Persönlichkeit geht verloren |
Welcher Weg passt, hängt vor allem vom Aufbau des Films ab. Ein Film, der von Interviews getragen wird, verträgt Untertitel besser als einen Sprecher. Ein Film, der von einem Sprechertext getragen wird, lässt sich sauber in andere Sprachen übertragen, indem der Text neu eingesprochen wird.
Untertitel gibt es in zwei Formen: eingebrannt, also fest im Bild, oder als separate Datei (SRT oder WebVTT), die Plattformen und Website-Player laden. Eingebrannte Untertitel sind immer sichtbar. Eine Datei lässt sich ohne neuen Export korrigieren und erlaubt mehrere Sprachen in einem Video. Für Social Media ist eingebrannt meist richtig, für Website und YouTube die Datei. Details zu Zeilenlänge, Schriften und Schriften, die von rechts nach links laufen, beschreibt der Ratgeber Mehrsprachige Untertitel für Messevideos; die Regeln gelten für Unternehmensfilme genauso.
Ein guter Kompromiss ist oft die Mischung: Ein Sprecher trägt die Struktur, Interviews bleiben im Original und bekommen Untertitel. So hört der Zuschauer in seiner Sprache, was das Unternehmen macht, und sieht trotzdem echte Menschen sprechen.
Beachten Sie, dass Texte in verschiedenen Sprachen unterschiedlich lang werden. Ein Sprechertext, der auf Englisch genau passt, braucht auf Deutsch oft mehr Zeit. Planen Sie im Schnitt Luft ein, statt jede Sprachfassung neu schneiden zu müssen, und lassen Sie Übersetzungen auf die gesprochene Länge hin kürzen, nicht Wort für Wort übertragen.
Bei Pixer führen wir Interviews auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch und liefern Untertitel in diesen Sprachen. Weitere Sprachen sprechen Sie am besten schon beim Briefing an.
Viele Fehler in mehrsprachigen Filmen entstehen nicht bei der Übersetzung, sondern bei der Abnahme. Bewährt hat sich diese Reihenfolge:
Maschinelle Übersetzung ist als Entwurf nützlich, bei Fachbegriffen und Produktnamen aber unzuverlässig. Bei Arabisch und Persisch kommt die Schreibrichtung hinzu: Schnittprogramme, die dafür nicht eingerichtet sind, zeigen Buchstaben getrennt oder in falscher Reihenfolge.
Bei Pixer sind Untertitel in jedem Corporate-Paket enthalten, und der Sprachumfang wächst mit dem Paket (alle Preise zzgl. MwSt.):
| Paket | Sprachen im Paket |
|---|---|
| Corporate Basic, 1.990 € | Untertitel auf Deutsch oder Englisch |
| Corporate Professional, 2.990 € | Untertitel auf Deutsch und Englisch, Sprechertext optional |
| Corporate Premium, 4.990 € | Professioneller Sprecher, Untertitel in zwei Sprachen |
| Brand Film, ab 9.900 € | Professioneller Sprecher in zwei Sprachen |
Weitere Sprachen bieten wir als Zusatzleistung an und weisen sie im Angebot aus. Wie Sie Sprachen und Formate schon bei der Planung des Films festlegen, beschreibt der Ratgeber Imagefilm planen.
Echte Stimmen bleiben erhalten. Wer in seiner stärksten Sprache spricht, überzeugt mehr.
Ein strukturierter Text lässt sich pro Sprache neu einsprechen, ohne dass Zuschauer lesen müssen.
Sprecher für die Struktur, Interviews im Original mit Untertiteln.
Namen, Produkte und Fachbegriffe mit freigegebener Schreibweise in jeder Sprache.
Bauchbinden und Texttafeln so anlegen, dass Texte pro Sprache getauscht werden.
Transkript zuerst freigeben, dann jede Fassung von einer Person mit dieser Muttersprache abnehmen lassen.
Untertitel sind in der Regel weniger aufwendig, weil keine Sprachaufnahme und keine neue Mischung nötig sind. Ein Sprecher lohnt sich für Filme, die lange laufen und gehört statt gelesen werden.
Ja, und das ist oft die beste Lösung. Wir führen Interviews auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch; die Übersetzung übernehmen die Untertitel.
Lesbar ist das nicht. Besser ist eine Datei pro Sprache bei eingebrannten Untertiteln oder eine Untertiteldatei pro Sprache, zwischen denen Zuschauer im Player wählen.
Corporate Basic enthält Untertitel auf Deutsch oder Englisch, Professional beide Sprachen, Premium Untertitel in zwei Sprachen und einen professionellen Sprecher. Weitere Sprachen gibt es als Zusatzleistung.
Am besten eine Person mit dieser Muttersprache, die Ihre Produkte kennt, etwa aus Ihrem Vertrieb oder bei einem Partner im Zielmarkt. Sie erkennt falsche Fachbegriffe schneller als jeder andere.
Ja, wenn der Film dafür angelegt ist: Untertitel als Datei, Grafiken ohne festen Text, Sprache getrennt von Musik und Geräuschen. Deshalb gehört die Sprachfrage ins Briefing, nicht an das Ende des Schnitts.
Nennen Sie uns Ihre Märkte, die gewünschten Sprachen und wo der Film laufen soll. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein festes Angebot auf Basis unserer Corporate-Pakete.
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